Welche Zeitmessung ist für meine Carrera Digital 132 Bahn ideal ?

Für die Carrera D132 gibt es verschiedene Zeitmesssysteme, von ganz simpel bis zur eierlegenden Wollmilchsau, von sehr günstig bis verdammt teuer. Aber welche Zeitmessung ist für meine Heimbahn ideal?

Das hängt natürlich vom Budget und vom Anspruch ab. Ich möchte hier einmal die verschiedenen Optionen vorstellen und deren Vor- und Nachteile beschreiben.

Der Carrera Bluetooth Adapter

Ein Tablet ist mittlerweile in nahezu jedem Haushalt zu finden und der Bluetooth Adapter bietet eine sehr günstige Möglichkeit für eine recht umfangreiche Zeitmessung. Die kostenlose Carrera App ist dabei aber wirklich nicht zu empfehlen, dann lieber noch einmal 10 EUR investieren und eine funktionierende App von einem anderen Anbieter installieren.

Die meisten Heimbahnen haben einen recht kurzen Vollgasanteil, also bleibt leider auch nicht viel Zeit, um von der Bahn auf das Tablet oder den Monitor zu schauen. Meist sind das nur eine oder zwei Sekunden, und es ist verdammt schwer, in dieser kurzen Zeit die Informationen abzulesen.

PC Lösungen, wie z.B. Cockpit XP

Der folgende Abschnitt bezieht sich nicht auf die Carrera PC Unit. Diese ist so schlecht, da kann man gar nichts beschreiben. Dann lieber mit einer Strichliste die Runden zählen.

Die PC Lösungen anderer Anbieter sind extrem umfangreich, bieten etliche Features, ähnlich einem PC Spiel. Für die meisten Heimbahnen sind diese Systeme überladen, und nachdem man das ein paarmal ausprobiert hat, reduziert sich bei vielen Anwendern die Nutzung auf die Basics.

Wer allerdings die zusätzlichen Spieloptionen mag und sich nicht davor scheut, immer erst einmal das Rennen zu konfigurieren bevor es eigentlich los geht, für den ist es genau die richtige Zeitmessung.

Das Problem mit dem Ablesen der Informationen ist aber das gleiche wie bei der Tabletvariante. Ohne längere Vollgaspassage und damit ohne ausreichende Zeit, den Blick von der Bahn zu nehmen, wird es schwierig.

Carrera Rundenzähler – Position Tower – Driver Display

Der Carrera Rundenzähler ist einfach zu bedienen, hat aber auch ein Minidisplay, welches während der Fahrt kaum abzulesen ist.

Der Position Tower ist in meinen Augen perfekt. Denn während des Rennens interessiert mich in erster Linie, wie viele Runden sind noch zu fahren, und wer ist an welcher Position. Dies kann ich immer in einem Sekundenbruchteil wahrnehmen.
Nach dem Rennen kann man, sofern es interessiert, die Abstände und die Rundenzeiten auf dem Display des Rundenzählers ablesen.

Das alles ist bei weitem nicht so komfortabel wie bei den zuvor genannten Optionen, aber den meisten Racern reichen diese Informationen. Sinnvoll ist also die Kombination des Rundenzählers und des Position Towers, damit ist das System aber auch die teuerste Variante.

Es geht aber noch besser, und teurer.
Das Driver Display zeigt jedem Fahrer seinen Tankinhalt und die Position im Rennen an. Ok, die zeigt der Tower auch an, aber der zeigt eben zusätzlich die Info, wie lange das Rennen noch geht. Das Driver Display hat aber einen, wie ich finde, ganz entscheidenden Vorteil. Die anderen Systeme zeigen auf dem Monitor neben den Rundenzeiten und Positionen im Rennen auch den Tankinhalt an. Und zwar für alle Fahrer und für alle sichtbar. Bei der Verwendung des Driver Displays und entsprechender Positionierung an der Bahn können die Mitfahrer NICHT den Tankinhalt der anderen Fahrer einsehen, und somit ist das taktieren viel spannender. Denn ich weiss nicht, ob der Fahrer, der mir am Heck klebt, auch gleich zum Tanken reinkommen muss, oder ob er noch zwei Runden fahren kann.

Der zweite, gravierende Vorteil ist: sobald die Bahn angeschaltet ist, ist auch die Zeitmessung da. Kein Koppeln mit dem Tablet, kein Hochfahren des Rechners.

Leider ist diese Variante, speziell bei der Verwendung des Driver Displays, auch die mit Abstand teuerste Option.

Fazit

Es gibt keine perfekte Zeitmessung. Jeder muss für sich abwägen, welche Funktionen für ihn wichtig sind. Ich empfehle meinen Kunden, welche mit einer Startpackung anfangen, den Bluetooth Adapter zu nehmen. Somit lassen sich direkt Rennen fahren, ohne viel Geld zu investieren. Wenn die Bahn langsam grösser wird und die Ansprüche steigen, sind die meisten auch in der Lage zu entscheiden, ob und welche weitere Zeitmessung sie nutzen möchten.

Wir haben alle drei Systeme ausprobiert und sind am Ende wieder zum Rundenzähler, Tower und Driver Display zurückgekehrt. Strom an, Zeitmessung da, und alle Funktionen, die wir brauchen, um richtig viel Spass an der Bahn zu haben.

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